Diversity in der Natur

Diversity in der Natur

đŸŒ±Diversity in der NaturđŸŒ±

So ne Maispflanze ist mal ganz schön divers. Wir machen mal auf Professor und nehmen euch bisschen mit: Achtung, das wird jetzt bisschen lÀnger.

Mais ist eine einhĂ€usige, getrennt geschlechtliche Pflanze. Will heißen, Mann und Frau sind in einer Pflanze vereint. An der Spitze der Pflanze befinden sich die mĂ€nnlichen BlĂŒten in einer so genannten Rispe, sie wird auch Fahne genannt. Die weiblichen BlĂŒten sind im Kolben versteckt, der in den Blattachseln wĂ€chst. Sie werden von mehreren HĂŒllblĂ€ttern umschlossen, aus denen die NarbenfĂ€den der BlĂŒten hervorschauen. Wer frischen Zuckermais mag und den Kolben schon mal ausgepackt hat, weiß wovon ich rede.

Ok, also der Mann an der Pflanze (Fahne) ist bisschen schneller als die blĂŒhenden Frauen, die ihre NarbenfĂ€den oben aus dem Maiskolben schieben. Der Pollen der mĂ€nnlichen BlĂŒten löst sich, wird vom Winde verweht und bleibt an den klebrigen NarbenfĂ€den der weiblichen BlĂŒten hĂ€ngen. Zack. Im Schlauch des Narbenfadens wandert der Pollen nach unten und befruchtet die weibliche BlĂŒte. Und dann, und nur dann entsteht ein Manni. Passt das Wetter oder die Wasserversorgung nicht, dann bleiben BlĂŒten unbefruchtet.

Ich sach mal so: Manni hat quasi ne Mama und nen Papa in einer Pflanze vereint. Und Manni wird auch beides.
Irgendwie eine spannende Sache im Kontext der Diskussionen um Queer und Transgender. Die Natur kann vieles.
Und wer mal mag kann auch noch weiterdenken und sich fragen wie das dann ist wenn gentechnisch verÀnderte Maispflanzen neben einem Bio-Mais-Acker stehen.
Die Frage der Koexistenz ist damit wohl geklÀrt. Sie ist nicht möglich.

Und deshalb ist im Bioanbau der Einsatz gentechnisch verÀnderter Pflanzen verboten. Wir finden das gut!

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