Mais-Ernte 2015 – Part 3
Maiskorn Manni – Part 3 🌽
Nach dem Striegel kam die Maishacke. Bitte einmal Boden lockern, Beikräuter aushacken oder verschütten. Das hat dieses Jahr prima funktioniert. Bisschen was bleibt immer stehen(Winden-Knöterich mit Marienkäfer, oder mal ne Ackerwicke), das ist nicht schlimm.
Der Mais hat ausreichend Vorsprung. Und unten wird sicher noch mal Einiges an Beikräutern neu keimen und wachsen. Prima für die Biodiversität und mal wieder ein gutes Beispiel für die Frage: Was ist denn der Unterschied zwischen Bio und Konventionell?
Da, wird ein Boden-Herbizid ausgebracht, dass A Unkräuter abtötet und B neu keimende „Konkurrenz“ sofort absterben lässt. Das Ergebnis ist ein blitzsauberer Acker. Keine Nahrung für Niederwild(Hase, Fasan, Rebhun), keine Blüten für Insekten, keine Wurzelvielfalt für das umfangreiche Bodenleben. Allerdings durchaus höhere Erträge. Kann man, oder muss die konv. Landwirtschaft aktuell so machen. Denn der Preis wird bestimmt vom Weltmarkt, der Börse, dem Handel und dem Einkaufsverhalten der Verbraucher*innen(Lidl lohnt sich). Die Kosten der Betriebe steigen, also bleibt unweigerlich nur die Ertragssteigerung um die Betriebe rentabel zu halten.
Aber die Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Die Biodiversität hat mächtig Bauchweh, das Immunsystem ist ziemlich runtergefahren, Wasserkreislauf und Bodenfruchtbarkeit bräuchten dringend eine Therapie. Aktuell wird sehr viel mit schwerer Technik und Chemie am Laufen gehalten. Allerdings haben sich auch schon viele umorientiert und mit regenerativer Landwirtschaft, reduzierter Bodenbearbeitung und mechanischer Beikraut- Regulierung auf einen Weg zu einer anderen Art der Landbewirtschaftung gemacht. Find ich super.