Mais-Ernte 2025 – Part 2
Update zum Maiskorn – “Manni trauert” 🌽
Kaum hat sich Maiskorn Manni durch die Erde gearbeitet und die ersten Sonnenstrahlen gespürt, lauert schon die erste Gefahr: die Krähe.
Mit beeindruckender Präzision hüpft sie über den Acker – alle 14 Zentimeter steckt sie ihren Schnabel in den Boden und zieht ein Maiskorn heraus. Zufall? Nein. Denn genau alle 14 Zentimeter wurde das Saatgut zuvor mit einer hochmodernen Präzisionsmaschine abgelegt. Und genau so genau arbeitet auch die Krähe – und klaut ein Korn nach dem anderen.
Die Gute Nachricht ist: Manni hat überlebt und spitzt mittlerweile grün aus dem Boden. Viele andere Maiskörner sind der Krähe leider zum Fraß verfallen. Pro Hektar frisst sie Saatgut im Wert von rund 200 Euro. Dazu kommen etwa 100 Euro für die Aussaat. Rechnet man dann noch, was der Mais uns später eingebracht hätte plus Bodenbearbeitung und weiteres – entstehen bei 3,2 Hektar gefressenem Mais schnell Schäden von bis zu 10.000 Euro.
Warum das passiert?
Zum einen, weil Krähen überhandnehmen und sie im Jagd-Gesetz als schützenswerte deklariert sind.
Zum anderen – und das ist entscheidend – weil unser Bio-Saatgut unbehandelt ist. Es enthält keine Beizmittel, die Pilze abwehren oder Bitterstoffe, die die Krähen vertreiben würden. Konventionelle Landwirte nutzen solche Mittel – bei ihnen lässt die Krähe das Feld meist in Ruhe.