Thema 4/7: Ökolandbau an Berufsschulen – ein fester Teil der Ausbildung?

Thema 4/7: Ökolandbau an Berufsschulen – ein fester Teil der Ausbildung?

Angehende Landwirtinnen und Landwirte lernen ihr Handwerk (meistens neben dem elterlichen Betrieb) auf verschiedenen Lehrbetrieben und an landwirtschaftlichen Berufsschulen. Die Berufsschulklassen sind gemischt, d.h. Konventionelle und Ökos werden gemeinsam unterrichtet. Gehört der Ökolandbau fest zum Stundenplan? Was denkst du?

Die Antwort ist: Nein. Oder vielleicht manchmal. Und das ist uns nicht genug!

Junge Landwirtinnen und Landwirte lernen nicht unbedingt, was biologischer Pflanzenschutz ist, wie ein Striegel zur mechanischen Unkrautbekämpfung eingesetzt werden kann oder wie eine Hacke funktioniert. Dafür lernen angehende Öko-Bäuerinnen und -bauern viel über den konventionellen Pflanzenschutz, welche Spritzmittel für was zugelassen sind und wie diese sachgerecht verwendet werden müssen… Und werden darin geprüft. Alternative Ansätze: Meistens Fehlanzeige.

Die Rahmenlehrpläne, auf denen der Großteil des Unterrichts beruht, stammen teilweise aus den frühen 90ern. Und vor knapp 30 Jahren war „bio“ noch nicht auf dem Weg in den Mainstream. Dementsprechend sehr dünn bis gar nicht ist er im Unterricht vertreten. Daran hat sich bis heute wenig geändert.

Aber eben nur meistens. Natürlich gibt es engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die die Inhalte trotzdem in den Unterricht einbringen, andere Möglichkeiten aufzeigen und zum Weiterdenken anregen. Und so langsam aber sicher findet ein Generationenwechsel in der Lehrerschaft statt…

Aber ist das ausreichend? Sollte er nicht zwingend ein fester Bestandteil der Ausbildung sein? Sollten Ökos in separaten Klassen oder Schulen unterrichtet werden? Was denkt ihr?